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Leichter abnehmen muß nicht schwer sein 🙂

Dass ausgerechnet ich über dieses Thema etwas sagen könnte – aus eigener Erfahrung – hätte ich mir nie und nimmer vorstellen können! Bis Anfang 50 war alles ok mit meinem Gewicht, noch in den 40ern war ich schlank, und bis dahin durchweg superschlank. Nun denn, wenn es jetzt so ist, dann möchte ich doch mal erzählen, wie ich die Sache sehe und was ich mache (bzw. nicht mache). Vorsicht, langer Text – und für SchnellleserInnen: Das Wichtigste steht am Schluss 😉


Nach allem, was ich bisher durch persönliche Berichte und durch Publikationen erfahren habe, wirken bestimmte Diäten und Übungen meist nur, solange man von dem System oder der Autorität „dahinter“ überzeugt ist. Wie solche Überzeugungen zustande kommen ist ein anderes Thema. Aber auch leuchtende Vorbilder, die als Beweis dienen, dass es klappt, haben nur eine zeitlich begrenzte Zug- oder Motivationskraft. Das ist zwar manchmal eine beträchtliche Weile der Fall, so dass sogar Erfolge verzeichnet werden können. Aber irgendwann ist bei vielen Nachahmern die Luft (und Lust) wieder raus, das Spiel beginnt von vorn, die Suche nach einer – jetzt aber bitte wirklich! – funktionierenden Methode geht in die nächste Runde.

Kann es die überhaupt geben, diese eine Methode, die bei jedem gleichermaßen funktioniert? Das erwartet natürlich kaum jemand, aber die Hoffnungen sind ja immer wieder sehr groß. Warum sonst wird so viel auf den Markt geschmissen und immer wieder so fleißig angebissen 😉 ?

Intuitiv das Richtige finden

Ich bin der Auffassung, dass der eigene Körper der beste Ratgeber ist, und einem mit Hilfe der Intuition zeigt, wo´s lang geht. Wenn man so will ist das also auch eine Methode, aber ich hab so ein Gefühl… es ist (noch) keine sehr populäre 😉 Denn die Verantwortung liegt ja dann komplett bei einem selbst: Ich muß mir vertrauen (lernen!), dass sich mein Weg vor mir zeigen wird, wenn ich nur erstmal JA gesagt habe und losgehe. JA zum Leben, JA zu meinem Leben.

Bis vor ein paar Jahren war Übergewicht kein Thema für mich. Aber nach einer heftigen Überforderung, die mit meinem letzten Umzug zusammenhing, blieb irgendwas hängen – bis heute. Keine Ahnung, was es war, aber danach begann auch die Nadel auf meiner Waage immer mehr nach rechts zu wandern und mein Allgemeinbefinden wurde gleichzeitig immer schlechter.

Also – was nun? Was tun?

Diese Frage an mich selbst brachte mich auf die richtige Spur. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht, und bei mir brauchte es einen kleinen Hinweis, der just in time auf meinem Bildschirm erschien. Ich las von einem hochbetagten, sehr sportlichen Japaner (Marathonläufer), der das Geheimnis seiner Langlebigkeit darauf zurückführt, dass er jeden Bissen sehr lange (mehr als 30 x ) durchkaut, bevor er ihn runterschluckt. Ha! Das wurde mir schon als Kind erzählt, und es leuchtet mir auch ein: Wenn ich ordentlich kaue, wird im Mund schon eine Menge Vorarbeit geleistet, sodaß das Essen besser verdaut und umgesetzt werden kann. Der beste Nebeneffekt: Dadurch braucht man auch weniger, ist schneller satt und die Zähne freuen sich ebenfalls, weil sie endlich das abbekommen, was ihnen zusteht. Ausserdem habe ich danach ein durchweg harmonischeres „Bauchgefühl“ (Magen-Darm) und fühle mich nicht mehr so müde nach dem Essen.

Bewußt kauen – das ist schon fast alles

Jedenfalls wurde ich auf die Weise im richtigen Moment wieder dran erinnert: Mensch Mädchen, achte mal drauf, wie du isst. Und da fiel mir auf, dass ich mir für´s Kauen eigentlich gar nicht genug Zeit liess.

Wunderbar einfach und sofort umsetzbar! Und es kommt mir sehr gelegen, da ich kein Freund von übertriebener Disziplin oder festen Regeln bin. Also habe ich angefangen, wieder bewußt zu essen. Wie oft ich meine Bissen durchkaue weiß ich nicht, ich mache es einfach nach Gefühl, bis ich finde, es reicht jetzt 🙂 Was mir dabei auch sehr gefällt ist die Tatsache, dass ich beim bewußten Kauen – ähnlich wie beim bewußten Atmen – ganz hier bin.

Schon eine Weile, bevor ich mit dem bewußten Kauen anfing, streute ich mir morgens etwas Himalayasalz und Ceylon Zimt auf mein Butterbrot, alles vermischt mit etwas Honig und hmmmm yummie…. Der Geschmack ist einfach toll, und so ist das bewußte Kauen am Morgen gar nicht so langweilig wie man vielleicht denkt, sondern es macht sogar Spaß 🙂 Das ist schon mal ein guter Start in den Tag, und bei den anderen Mahlzeiten halte ich es natürlich genauso. Manchmal vergesse ich es auch noch, aber das kommt fast gar nicht mehr vor. Wenn erstmal die magischen 21 Tage geschafft sind, in denen sich neue Gewohnheiten verankern (und alte „überschrieben“ bzw. aufgelöst) werden, wird das zum Selbstläufer.

So, und nun komme ich endlich auf den Punkt:

Ich habe meine Ernährungsweise also fast gar nicht geändert (abgesehen vom „Brotaufstrich“*), auch nicht mehr Bewegung als sonst gehabt, sondern lediglich bewußt gekaut. Und – was ist nun mit den Kilos?

Mit größter Freude konnte ich beobachten (ich merkte es an meinen Hosen zuerst), dass sich bald nachdem ich anfing, bewusster zu kauen, sich das Gewicht reduzierte! Nicht spektakulär viel, aber das muß ich auch nicht haben. Es waren nur – oder immerhin – 2 Kg, die über die Sommermonate verteilt einfach so weggeschmolzen sind. Und das wirklich ganz leicht, ohne Mühe 🙂

Seit Oktober experimentiere ich zusätzlich mit Kokosöl, das ich nur wenig und ebenfalls nur nach Gefühl nehme. Seitdem habe ich gleich zu Anfang noch ein weiteres Kilo verloren. Aber jetzt ist erstmal wieder gut, meint mein Körper 🙂

Ich bin neugierig: Gibt es noch andere Menschen mit solchen Erfahrungen, die durch gutes Kauen Gewicht verloren haben?

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* Zimt und Honig wird ja auch zum Abnehmen verwendet, aber nach kurzer Zeit hatte ich keine Lust mehr auf das Zubereiten des Getränks, und das regelmäßige Einnehmen am Abend und Morgen. In der kurzen Zeit konnte ich noch keine Veränderung feststellen. Aber auf die positiven Eigenschaften von Ceylon Zimt will ich trotzdem nicht mehr verzichten, darum kommt er bei mir aufs Butterbrot und gut durchgekaut in den Magen 🙂

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